Schwefeldioxid

Schwefeldioxid weist einen typischen intensiven Geruch auf und ist schon sehr lange vor einer gesundheitlichen Gefährdung wahrnehmbar. Es ist ein saures Reizgas und wirkt vorwiegend auf die Schleimhäute der Atemwege und Augen. Ein unbemerktes Auftreten kann daher ausgeschlossen werden, weil es auch in geringen Konzentrationen zu Reizungen führt. Schwefeldioxid behindert in hohen Konzentrationen den natürlichen Gasaustausch in den Lungen von Menschen und Tieren, es kann zu Belastungen für Herz und Kreislauf kommen und wirkt in sehr hohen Konzentrationen tödlich.

Pflanzen reagieren empfindlich auf Schwefeldioxid. Schon bei niedrigen Konzentrationen beginnt das SO2, die Schließbewegungen der Spaltöffnungen an der Unterseite der Blätter zu hemmen oder gar ganz zu verhindern. Wenn Blätter die Spaltöffnungen nicht mehr schließen können, wird es für die Pflanze unmöglich, ihre Transpiration und damit ihren Wasserverlust zu regulieren, so dass die Pflanze nicht am SO2, sondern am Wassermangel welkt.

Aufgrund der vorhandenen Sicherheitseinrichtungen, Sicherheitsvorkehrungen und Notfallmaßnahmen kann eine derartige Gefährdung, wenn überhaupt, nur kurzzeitig auftreten.

Dennoch ist es wichtig, die Verhaltensregeln zu kennen und zu befolgen. Wenn Sie von einem Unfall erfahren, beachten Sie bitte die Sicherheitshinweise und befolgen Sie die Anweisungen der Einsatzkräfte.

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Verhalten im Ernstfall

INFORMATIONEN BEACHTEN

Lautsprecherdurchsagen befolgen!
Exekutive und Feuerwehr sagen Ihnen, was zu tun ist. Befolgen Sie die Anweisungen, die sie mittels Lautsprecher bekommen.
Austrocel Icon Rundfunk
Rundfunkgeräte einschalten!
Meldungen über einen schweren Industrieunfall, Verhaltensregeln und Entwarnungen werden über die regionalen Radiosender bekannt gegegen.
Radio Salzburg: 95,6 MHZ, Ö3: 88,6 MHZ, Antenne Salzburg: 106,7 MHz
Austrocel Icon Sirene
Sirenensignale beachten
Warnung = 3 Minuten,
ALARM = mindestens 1 Minute auf- und abschwellender Heulton,
Entwarnung = 1 Minute gleichbleibender Dauerton.
Sirenensignale werden nur bei einem Katastrophenalarm durch die Behörde eingesetzt.
Austrocel Icon Hotline
Notfallhotline & Website AustroCel Hallein GmbH
+43 6245 890 500
www.austrocel.com

VERHALTEN IM FREIEN

Geschlossene Gebäude aufsuchen.
Sofort zum Schutz ein sicheres Gebäude aufsuchen. Kinder sofort ins Haus rufen, damit sie unter Aufsicht sind und nicht durch Unwissenheit falsch reagieren.
Straßenpassanten aufnehmen, Senioren und Behinderten helfen.
Passanten, Senioren und Behinderte, die ihre Wohnung nicht mehr sicher erreichen können, ins Haus einlassen.

VERHALTEN IM GEBÄUDE

Fenster und Türen schließen
Fenster und Außentüren in sämtlichen Stockwerken (einschließlich Kellergeschoss) sofort schließen, damit Gase ausgeschlossen bleiben.
Nasse Tücher bereitlegen
Reizung der Atemwege und Beeinträchtigung der Atmung können durch nasse Tücher, die vor Mund und Nase gehalten werden, verringert werden.
Telefonleitungen nicht blockieren
Nur im Notfall Polizei, Feuerwehr oder andere Stellen anrufen. Die Telefonleitungen werden zur Koordination von Hilfs- und Rettungsmaßnahmen benötigt.
Kellerräume meiden
Bitte gehen Sie nicht in den Keller oder verlassen Sie den Keller und begeben Sie sich ins Erdgeschoss, höher gelegene Räume bieten einen besseren Schutz.

VERHALTEN BEI RÄUMUNG UND EVAKUIERUNG

Ruhe bewahren
Die Anweisungen der Einsatzkräfte befolgen. Gebäude abschließen, um Plünderungen vorzubeugen.
Kraftfahrzeuge nicht benutzen
Auto rechts an den Straßenrand fahren, Motor abstellen, Fahrzeug verlassen und das nächste geschlossene Gebäude aufsuchen. Darauf achten, dass Fahrzeuge der Einsatzkräfte nicht behindert werden.
Bei gesundheitlichen Beeinträchtigungen
Nehmen Sie Kontakt zu Ihrem Hausarzt oder dem ärztlichen Notdienst auf.