Schwefeldioxid

Schwefeldioxid weist einen typischen intensiven Geruch auf und ist schon sehr lange vor einer gesundheitlichen Gefährdung wahrnehmbar. Es ist ein saures Reizgas und wirkt vorwiegend auf die Schleimhäute der Atemwege und Augen. Ein unbemerktes Auftreten kann daher ausgeschlossen werden, weil es auch in geringen Konzentrationen zu Reizungen führt. Schwefeldioxid behindert in hohen Konzentrationen den natürlichen Gasaustausch in den Lungen von Menschen und Tieren, es kann zu Belastungen für Herz und Kreislauf kommen und wirkt in sehr hohen Konzentrationen tödlich.

Pflanzen reagieren empfindlich auf Schwefeldioxid. Schon bei niedrigen Konzentrationen beginnt das SO2, die Schließbewegungen der Spaltöffnungen an der Unterseite der Blätter zu hemmen oder gar ganz zu verhindern. Wenn Blätter die Spaltöffnungen nicht mehr schließen können, wird es für die Pflanze unmöglich, ihre Transpiration und damit ihren Wasserverlust zu regulieren, so dass die Pflanze nicht am SO2, sondern am Wassermangel welkt.

Aufgrund der vorhandenen Sicherheitseinrichtungen, Sicherheitsvorkehrungen und Notfallmaßnahmen kann eine derartige Gefährdung, wenn überhaupt, nur kurzzeitig auftreten.

Dennoch ist es wichtig, die Verhaltensregeln zu kennen und zu befolgen. Wenn Sie von einem Unfall erfahren, beachten Sie bitte die Sicherheitshinweise und befolgen Sie die Anweisungen der Einsatzkräfte.

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Öffentlichkeitsinformation / Notfallinformation

Zellstoffproduktion

AustroCel produziert erfolgreich Textilzellstoff, Strom, Fernwärme und fortschrittliches Bio-Ethanol. Für die Produktion wird ausschließlich Fichtenholz – Sägerestholz, Hackgut und Rundholz – als Rohstoff eingesetzt. Das Holz kommt hauptsächlich von Bauern aus der Region, von den Bundesforsten und aus Bayern. Um aus Holz Zellstoff, Energie und Bio-Ethanol zu produzieren, braucht es viel Wissen, Erfahrung und fähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Darüber hinaus werden aber auch Prozesschemikalien, Chemikalien zur Abgasreinigung und Abwasserbehandlung, Hilfsstoffe sowie als zusätzliche Brennstoffe Holz, Heizöl und Erdgas benötigt.

Neben der Zellstofferzeugung übt AustroCel Hallein auch andere IPPC-Tätigkeiten aus. Diese Tätigkeiten sind hinsichtlich der integrierten Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung (Integrated Pollution Prevention and Control) zu betrachten. Dazu gehören die Verbrennung von Brennstoffen in Anlagen mit einer Feuerungswärmeleistung von 50 MW oder mehr, die Verbrennung nicht gefährlicher Abfälle mit einer Kapazität von über 3 t pro Stunde und die Verwertung von nicht gefährlichen Abfällen mit einer Kapazität von mehr als 75 t pro Tag durch biologische Behandlung.